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Mode mit Zukunft: Nachhaltigkeit zieht an
Promis liefern Statements in Stoff

Mode, die mit sozialer und ökologischer Verantwortung hergestellt wird und zugleich auf dem Markt bestehen kann, sollte die Zukunft gehören. Diese Meinung teilen Schwimmstar Markus Rogan, Sänger Hubert von Goisern und Sängerin Vera Böhnisch und präsentierten montags im Wiener Café Atelier nachhaltige Mode. Die Idee zur Aktion hatten das Forum Umweltbildung und Designer der Modeschule Hetzendorf, die den Promis die Modelle auf den Leib schneiderten.

Die Zeichen für einen Stoffwechsel scheinen gut zu stehen: Es treffen technisch neue Möglichkeiten in der Faserherstellung nachwachsender Rohstoffe auf Designerinteressen abseits vom Schnäppchenmarkt und bewussteren Konsum.

Nachhaltige Mode fühlt sich nicht nur gut auf der Haut an, sondern erzählt auch eine gute Geschichte. Sie beginnt beim Boden, auf dem die Fasern angebaut wurden, und geht über die vielen Schritte in der Textilverarbeitung bis zu den Produzenten. "Wenn Trendsetter anfangen, auch beim Thema Fashion soziale Kompetenz zu beweisen, Umweltaspekte zu respektieren und Kinderarbeit zu verurteilen, dann wird der letzte Schrei neu definiert: smart, nachhaltig und fashionable", so Markus Rogan. In seiner blauen Freizeitkleidung fühlte sich der Schwimmstar sichtlich wohl - er wollte sie den Designern gar nicht mehr zurückgeben.

Faire und saubere Arbeit

Wichtig waren den jungen Designern der Modeschule Aspekte des Recyclings, die Wahl von Naturstoffen wie Loden, Leinen und Biobaumwolle. Transparenz in der Herkunft, umweltfreundliche Hi-Tech-Materialien, Langlebigkeit der Produkte und soziale und faire Arbeitsbedingungen in der Produktion zeichnen die Modelle ebenso aus.

Bewusster Konsum soll Konsumenten dazu ermutigen, ihre Kaufentscheidung auf Basis ihrer Überzeugung und ihres Geschmacks zu treffen. "Über das Gewand beziehe ich Position, im Idealfall eine selbstbewusste und offene, dynamische", so Hubert von Goisern in einer Jacke aus Baumwolle, deren Druckmotive von einer alten Tapetenwalze stammen.

Modelle aus Hi-Tech-Fasern sowie aus nachwachsenden Rohstoffe wie Mais, Bambus oder Soya erobern gerade Designer, Laufstege und Shops. Ein Trend, der auch für die österreichische Mode und Landwirtschaft an Bedeutung gewinnen kann - und zur Wiederbelebung des traditionellen Handwerks, kleineren Werkstätten und der nachhaltigen Produktion von Rohstoffen führen könnte. (ASD, 07.06.2005)


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