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Ergebnisse zum Nachhaltigkeitsmanagement deutscher Unternehmen

In einer Online-Befragung des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) äußerten sich 200 deutsche Unternehmen zu ihrem Nachhaltigkeitsmanagement. Die Antworten betrafen drei Themenbereiche: Stellenwert der Nachhaltigkeit, Gründe für das Engagement und Einsatz von Managementinstrumenten. Eine Analyse unterscheidet demnach drei Typen von Unternehmen: die Nachhaltigkeits-Leader, die Umweltorientierten und die Traditionellen.

Auf einen ersten Blick scheint das Thema Nachhaltigkeit unter den befragten Unternehmen durchwegs einen hohen Stellenwert zu genießen. Das gaben mehr als 80% der Befragten an. Mit einer vertiefenden Analyse konnten drei Gruppen identifiziert werden:

Die Gruppe der "Nachhaltigkeits-Leader" macht ein Viertel aus. Diese Unternehmen berücksichtigen nicht nur die ökologischen Aspekte sondern auch die sozialen in ihrem Management. Erstaunlicherweise befinden sich in dieser Gruppe auch viele kleine Unternehmen. Tobias Hahn vom IZT gibt jedoch zu bedenken: "Das Engagement der ‚Nachhaltigkeits-Leader’ für eine nachhaltige Entwicklung ist meistens ethisch motiviert und wird als eine Aufgabe zusätzlich zum Kerngeschäft des Unternehmens verstanden. Dadurch läuft das Engagement Gefahr, als ‚Luxus’ betrachtet zu werden, den sich das Unternehmen nur in wirtschaftlichen erfolgreichen Zeiten leisten kann." Die "Nachhaltigkeits-Leader" stehen somit vor der Herausforderung, ihr Engagement auch wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

Die mit über 40 Prozent größte Gruppe der befragten Unternehmen stellen die "Umweltorientierten" dar. Diese Unternehmen begründen ihr Nachhaltigkeitsengagement mit ihrer ökologischen Verantwortung sowie mit Imagegründen und dem Erzielen von Kostenvorteilen. Diese umweltorientierten Unternehmen wenden häufig standardisierte Managementsysteme wie EMAS oder ISO 14.000 an. Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit wird dagegen noch nicht hinreichend berücksichtigt. Diese Unternehmen erwarten jedoch, dass sowohl ökologische als auch soziale Anforderungen in Zukunft noch zunehmen.

Ein Drittel der befragten Unternehmen gehört zur Gruppe der "Traditionellen". Diese Gruppe misst der Nachhaltigkeit zwar einen hohen Stellenwert bei, setzt aber kaum betriebliche Instrumente ein, um die hehren Ziele umzusetzen. Mandy Scheermesser vom IZT: "Diese Unternehmen scheinen das Thema Nachhaltigkeit in erster Linie zur Außendarstellung zu benutzen." Die Wissenschaftlerin sieht dennoch Zukunftschancen: "Sobald sich Nachhaltigkeitsziele als betriebswirtschaftlich vorteilhaft darstellen lassen, werden sie auch von den eher traditionell ausgerichteten Unternehmen verfolgt werden." (ASD, 25.10.2005)

zu den Detailergebnissen der Onlinebefragung


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